Konzept - Autismus

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Konzeptentwurf: Wohnen und Arbeiten - das Pontixx-Center

Wir möchten für Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit zum Zusammenleben bieten.

Unsere Hauptzielgruppe sind zunächst Menschen mit Autismus. Viele dieser Menschen wünschen es sich nicht allein zu leben, jedoch auch nicht in einer engen Gemeinschaft oder einem Heim. Die traditionellen Arten des Zusammenleben sind für sie nicht geeignet, sei es, weil sie es gar nicht wollen oder auch, weil sie es einfach nicht können.

In unserem Projekt möchten wir diesen Menschen die Möglichkeit geben, das richtige Gleichgewicht zwischen dem einerseits vorhandenen, teils sehr starkem Rückzugsbedürfnis, und dem auch bei vielen Autisten gleichzeitig vorhandenen Wunsch nach Gemeinschaft zu finden.
 
So soll zum Beispiel jeder Bewohner seine eigene abgeschlossene Wohnung haben, aber es sollte auch ein Gemeinschaftsraum vorhanden sein, in dem auf eigenen Wunsch Kontakt gesucht werden kann.

Im Verlauf vieler Diskussionen und fortlaufend geänderten Projektkonzepten hat sich letztlich die Position etabliert, dass es vielleicht gar nicht so förderlich ist, wenn in einer solchen Gruppe nur autistische Menschen zusammenleben. So könnte eine Abschottung gegenüber der „Normalwelt“ stattfinden und eine Art „Autisten-Ghetto“ entstehen.

Als Alternative hat sich schließlich die Idee etabliert, dass Autisten am ehesten davon profitieren würden, mit sog. neurotypischen Menschen, sowohl nichtbehinderten wie behinderten, in einem Wohnprojekt zusammen zu leben.

Das Zusammenleben von älteren und jüngeren Menschen, von nicht behinderten Menschen mit solchen, die unterschiedlichen Formen von Behinderungen repräsentieren, die Vielfältigkeit der Bewohner soll für die beteiligten Autisten eine Möglichkeit sein, sich mit der Vielfalt menschlicher Lebensentwürfe und -möglichkeiten auseinanderzusetzen, daran lernen zu können und sich weiterzuentwickeln. In einer Einrichtung, die ausschließlich für Autisten gedacht ist, kann genau das nicht stattfinden.

Die Bewohner sollten also erwachsene, eigenverantwortliche Menschen sein. Das heißt nicht, dass sie keinen Pflege- oder Betreuungsbedarf haben können, sondern, dass sie diesen ggf. eigenverantwortlich und selbständig organisieren. Wer im Projekt wohnt und Betreuungsbedarf hat, sollte für die Betreuung selber sorgen mitbringen, z.B. in Form von ambulanter Betreuung, Persönliches Budget, Persönliche Assistenz.

Wer interessiert ist in diesem Wohnprojekt zu leben, sollte bereit sein, die Bedürfnisse und Eigenheiten von Autisten zu akzeptieren. Wer z.B. gerne laut „Party macht“, wäre kein idealer Mitbewohner. Gemeinsame Aktivitäten sind möglich, sollen aber nicht verpflichtend sein.
 
Ein wichtiger Teil des Projektes soll auch die Möglichkeit sein, im Rahmen der eigenen Fähigkeiten wohnungsnah einer Erwerbstätigkeit nachzugehen bzw. in eine solche zurückzukehren. Dafür sollten Räume, idealerweise mit der Möglichkeiten sich mit einem kleinen Laden nach außen zu präsentieren, zur Verfügung stehen.

Wer sich angesprochen fühlt, sollte mit uns Kontakt aufnehmen.

Letzte Bearbeitung: 06.03.2016
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Unter dem Arbeitstitel 'Pontixx-Center' verbirgt sich unser lange diskutiertes Projekt, mit dem wir versuchen wollen, ein möglichst selbstbestimmtes Wohnen mit der Möglichkeit zu arbeiten zu verbinden.
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