Lisdexamfetamin - ADHS

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Lisdexamfetamin

ADHS und Lisdexamfetamin
(M.Witte)

Die meisten Menschen mit ADHS, sowohl Kinder als auch Erwachsene, werden mit dem Wirkstoff Methylphenidat behandelt. Dieser ist am bekanntesten als Ritalin, wird aber auch in anderen Präparaten angeboten. Methylphenidat ist bei ADHS Wirkstoff erster Wahl.

Bei manchen Menschen ist die Behandlung mit Methylphenidat jedoch nicht zufriedenstellend. Es kann sein, dass ein Patient ein sogenannter Nonresponder ist, jemand bei dem das Medikament keine Wirkung zeigt. Andere sprechen zwar auf das Medikament an, die Wirkung ist aber nicht ausreichend. Manchmal ist auch die Wirkung an sich zufriedenstellend, aber die Nebenwirkungen sind so stark, dass sie den Nutzen überwiegen.

In solchen Fällen können andere Wirkstoffe eingesetzt werden. Einer davon ist Lisdexamfetamin. In Deutschland erhältlich unter dem Markennamen Elvanse.

Lisdexamfetamin ist ein sogenanntes Prodrug. Wirkstoffe die als Prodrug bezeichnet werden sind für sich nicht wirksam, erst im Körper werden sie in den eigentlich wirksamen Stoff umgewandelt. Dieser heißt Dexamfetamin, er wirkt im Gehirn auf die Bereiche, die bei ADHS betroffen sind.

Lisdexamfetamin wirkt zwischen 10 bis 12 Stunden und kann bei manchen Personen auch länger wirken. Dadurch muss es am Tag nur einmal genommen werden, was besonders für Schüler ein großer Vorteil ist.

Viele Menschen die Lisdexamfetamin nehmen berichten, dass sie dabei weniger Nebenwirkungen erleben, als bei anderen Medikamenten die bei ADHS eingesetzt werden.

Da Lisdexamfetamin zu den Stimulanzien gehört, hat es ähnliche Wirkungen wie die traditionellen Medikamente zur Behandlung von ADHS. Es wirkt konzentrationsteigernd und hilft die Emotionen zu stabilisieren und die Impulskontrolle zu verbessern.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Appetitverlust und darauf folgend Gewichtsabnahme, Bauchschmerzen und Übelkeit. Diese können nach einer Zeit der Eingewöhnung wieder nachlassen.

Lisdexamfetamin wird zur Zeit nur dann verschrieben wenn die Behandlung mit Methylphenidat nicht zufriedenstellend verläuft.

Letzte Änderung: 20.04.2018

 
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